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Gründung eines Pfeifenclubs gescheitert!
von Georg Pohl
Leider habe ich eine eher traurige Mitteilung zu machen: gestern ist
die Gründung eines neuen Pfeifenraucherclubs gescheitert. Dabei hatte alles so gut angefangen...
Morgens beim Frühstück: "Schatz, ich habe mir überlegt... heute wollte ich einen Pfeifenraucherclub gründen" (es gibt Sätze, die muss man mit 'Schatz' beginnen).
"Aber sicher, mein Kleiner", kommt es zurück und sie schmiert mir mein Pausenbrot. Wer mich kennt weiß, dass ich zwar eher filigran gebaut bin, fast schmächtig, aber nichts bringt mich mehr in Rage, als mit diesen Vorzügen auch noch verspottet zu werden. In meiner Kindergartengruppe war ein Mädchen, das das auch immer machte... jetzt ist sie nicht mehr in der Gruppe! Bei meiner BH muss man allerdings eher vorsichtig argumentieren; sie hat sehr schlagende Argumente!
Während ich vorsichtig beginne, meiner Frau die angenehmen Seiten des Clublebens zu schildern, sie auf die damit verbundenen Vorteile hinweise (Steuererleichterung, Clubreisen...) verfüttert sie mein Pausenbrot an den Hund. Als ich dann Sammelbestellungen und Händlerrabatte für Clubmitglieder zur Sprache bringe, ist ihr Interesse eindeutig geweckt; mit nachdenklichem Gesicht bestreicht sie den Hund mit Erdbeermarmelade.
Aber erst als ich von der Eröffnungsgala spreche, von einer großer Feier im Clubraum, habe ich eindeutig gewonnen. "Ich dachte, heute Abend machen wir ein Treffen der Gründungsmitglieder, schön lecker essen..." - "Mmh, klingt gut."
Abends komme ich von der Maloche, finde ich meine Frau leicht verzweifelt vor dem ausgeräumten Kleiderschrank. "Wo gehen wir denn hin? Was trägt man bei so einer Gelegenheit? Ich habe überhaupt nichts anzuziehen!" (Vorsicht, Georg!) - "Mach dir keine Sorgen", beruhige ich sie. "Ganz zwanglos, wir beide sind alleine. Wir setzen uns ins Wohnzimmer und ich dachte, wenn du so richtig was leckeres kochst..." - Hatte ich schon erwähnt, dass meine Frau über ausgesprochen schlagende Argumente verfügt? Als ich sie darauf anspreche, dass sie die Clubgebühren für ein Jahr im voraus und bar entrichten muss und dass der Vorsitzende selbstverständlich davon befreit ist, beginne ich mir ernsthaft Sorgen um ihre Gesundheit zu machen; Morgen hat sie bestimmt Muskelkater und alle Knöchel aufgeschürft...
Es wurde dann doch noch ein schöner Abend. Nachdem sie völlig erschöpft war, wollte ich sie stammelnd trösten. "Lass mich in Ruhe! Geh und spiel mit deiner Pfeife!" - Was ich dann auch tat. |