Copa Barcelona
Lothar Winands
Der Pipa Club Barcelona wird in
2003 die Weltmeisterschaften ausrichten. So stand der diesjährige
Wettbewerb um den Copa Barcelona schon ganz unter diesen internationalen
Regeln und wurde dadurch auch von Club - Mitgliedern aus ganz
Spanien besucht. Gegenüber dem Pipa Club auf den berühmten
Ramblas im Hotel Oriente trugen sich dann am 15. Juni 54 Teilnehmer
in die Wettbewerbslisten ein.
Von den Kellnern des Hotels wurde
zuvor noch ein üppiges Mittagsmenü gereicht und jeder
der Teilnehmer begutachtete die üppigen Preise die es zu
gewinnen gab und auch den riesigen Pokal der den Sieger küren
sollte.
Zahlreiche Sponsoren hatten dafür
gesorgt, dass die Fumada attraktiv ist und durch den Hauptsponsor
"Borkum Riff" auch in diesem üppigen Rahmen stattfinden
kann.
Teilnehmer aus Madrid, Valencia, Lleida, Girona und aus den
Pyrenäen sowie die zahlreichen Mitglieder des Barcelona
Pipa Clubs breiteten die Papierunterlagen auf den Tischen aus
um darauf dann nach dem Startzeichen den Tabak für die Füllung
vorzubereiten.
In kleinen Zipplockbeuteln erhielt jeder Teilnehmer 3 Gramm
Borkum- Riff- Whisky Tabak, zwei Streichhölzer und die Vauen
Wettbewerbspfeife mit einen zylindrischem Holzstopfer. Andere
Hilfsmittel sind für solch eine Fumada nicht zugelassen.

Ich sah die Pfeife etwas kritisch
an und hatte in weiser Vorausschau noch einen Balsaholzfilter
eingepackt, den ich in die 9 mm Bohrung einschob um evtl. ein
Nässen der Pfeife gleich auszuschliessen.
Auf Kommando hatte dann jeder
Teilnehmer 5 Minuten Zeit seinen Tabak aufzulockern und die Pfeife
zu füllen. Dies wird sehr sorgfältig gemacht. Das Zerreiben
des Tabaks erklärte man mir sei sehr wichtig für einen
gleichmäßigen langsamen Abbrand. Dann ein neues Kommando
für das Entzünden des Gerätes. Hierfür steht
eine Minute zur Verfügung.
Es empfiehlt sich hier mit dem
ersten Streichholz eine leichte Asche auf dem Tabak zu erstellen
um dann kurz vor Zeitende mittels des zweiten Streichholzes die
Pfeife in Brand zu setzen. Hier schindet man schon mal eine Minute
mehr gegenüber den Teilnehmern die gleich weiterziehen.
Als Getränk ist nur Mineralwasser
zulässig und das erst nachdem die Fumada bereits 10 Minuten
am laufen ist.
Nach ca. 20 Minuten wurde die ersten Aussteiger bereits kräftig
beklatscht. Mittels dem Stopfer wird viel gearbeitet während
des Abbrands. Dieser wird auch zum Drehen der Glut und der Asche
verwendet. Auch hier soll das Abbrennen verlangsamt werden. Manch
einer dreht hier aber möglicherweise etwas zu eifrig und
schon ist das Gerät aus und der jeweilige Tischkampfrichter
meldet den Ausstieg.
Nach 50 Minuten war ich der letzte
Pipero aus dem Barcelona Pipa Club und wurde deshalb schon frenetisch
von meinen Clubkameraden angefeuert. Ich schaffte dann letztendlich
59 Minuten und zwanzig Sekunden und landete auf Platz 6. Die
Fumada gewann der Kollege Albert Fond vom Pipa Club in Girona
mit einer Zeit von 1:15:09 Std.
Bei der Preisverleihung wurde
jeder Gewinner gefeiert und das anwesende Fernsehteam von BTV5
nahm das Spektakel für eine Regionalsendung auf. Dies wurde
am gleichen Tag dann zeitversetzt gesendet. So nahm meine Frau
dann auch noch per Fernsehübertragung an dem Spektakel teil.
Im Anschluss ging es dann in den Räumlichkeiten des Pipa
Clubs von Barcelona noch hoch her. Der ein oder andere Pipero
schwankte ganz bedenklich die schrägen alten Stufen hinunter
als sich die Gesellschaft dann gegen Mitternacht auflöste. |