Buchbesprechung

Thomas Huber & Wolfgang J. Rieker

Abenteuer Pfeife - Die andere Art zu leben

Willi Albrecht

Wir Pfeifenraucher sind ja bekanntlich dem Lesen sehr zugetan. Wenn es sich dabei auch noch um Lesestoff über unser liebstes Hobby handelt, kaufen wir so ziemlich alles was der Markt hergibt.

Es sei denn, man wird vor überflüssigen Veröffentlichungen gewarnt. Und genau das möchte ich hier tun. Für 19,90 Euro erstand ich heute das frisch erschienene Werk „Abenteuer Pfeife“, ein ca. 150 Seiten starkes A5-Büchlein im Hochglanzeinband. Viel Geld wenn man bedenkt, das man durch die Wahl einer kleineren Schriftart und einer andere Anordnung der Illustrationen auch mit der Hälfte an Papier ausgekommen wäre.

Nachdem man sich durch „Anmerkung des Verlegers“, ein lustig sein wollendes Vorwort, gekämpft hat und den „Kommentar der Autoren“, die genau die gleichen peinlichen Worte ihres Verlegers noch einmal wiederholen, hinter sich gelassen hat, beginnt dann auch tatsächlich auf Seite 21 das eigentliche Buch mit Kapitel 1 „Die Pfeife“.

 

 

Eine weitere, genauere Beschreibung des Inhaltes möchte ich mir ersparen. Alle Themen rund um Pfeife und Tabak werden kurz angerissen, Tabake von McBarens werden besprochen und zum Schluß wird man wieder einmal mit der unumgänglichen Liste der Pfeifenraucher des Jahres beginnend im Jahre 1969 konfrontiert. Das ganze wird unterbrochen von kindisch-kitschigen Karikaturen und teilweise sehr schlechten Fotos. Die Fotos scheinen mir zum Teil einfach von Homepages übernommen zu sein, anders kann ich mir die miserable Auflösung nicht vorstellen.

Fazit: Für fast 20 Euro bekommt der Kunde ein Werk in die Hand, das der Pfeifenhändler allerhöchstens beim Kauf einer Serienpfeife kostenlos beilegen könnte um dem Einsteiger erste, oberflächliche Informationen zu geben. Hätte ich bei meinem Buchhändler doch nur keine bindende Bestellung aufgegeben.

Die Autoren wurden übrigens von den Firmen Pöschl, Vauen und Bernard unterstützt.