Pfeife rauchen und Beruf

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Re: Pfeife rauchen und Beruf

Beitragvon DenizBeck » 14.04.2017 11:53

Moin Ronny,

ich weiß worauf du bzw. ihr beide hinaus wollt. Und sehe es auch in Teilen ein. ABER!
Mir geht es bei meinem Standpunkt darum, dass Zigaretten (staatlich erlaubt) auf Sucht getrimmt sind und als harmlose Volksdroge und Genussmittel verklärt werden. Ein Moped mit 170 PS ist nicht mit der Absicht hergestellt worden, den Fahrer in die nächste Leitplanke zu befördern, ebenso wenig ist rotes Fleisch dahingehend "verfeinert" den Konsumenten süchtig zu machen - Zigaretten hingegen, werden hergestellt und -das ist was mich am meisten daran stört - genau darauf "feinjustiert" eine möglichst starke Sucht auszulösen, die es möglichst oft zu befriedigen gilt. Die ganze gesellschaftliche Einstellung zu Zigaretten stößt mir einfach übel auf. "Ich rauche schon zu lange...ich kann eh nicht mehr aufhören" - habe ich mehr als nur 1-mal gehört. Wie ein unheilbar Kranker der sich mit seinem Leiden abgefunden hat. Der Tenor unter Zigarettenrauchern ist nicht "Wir sind Genussmenschen und gönnen uns einfach diese Entschleunigung", nein der Tenor ist "könnte ich diese verdammten Glimmstängel doch an Nagel hängen, bevor sie meine Sargnägel werden, (aber ich schaffe es einfach nicht!)". Meinetwegen gibt es auch einen kleine Teil Leute die (für mich unverständlicherweise) wirklich den Geschmack von Zigaretten genießen ( sie werden ja auch so produziert, dass sie auch für Kinder angenehm duften (und schmecken) sollen!), aber das ist ein kleiner Prozentsatz und absolut nicht die Norm.

Liebe Grüße,

Deniz

€: @Maigret: Ich weiß nicht warum du - und einige andere - sich so darauf eingeschossen haben ich würde anderen etwas verbieten wollen? Gegenfrage: Wenn jeder das Recht auf freies Tun hat, habe ich nicht auch das Recht meine Meinung frei zu äußern? Soll jeder rauchen, was und wie er mag, aber man sollte auch ehrlich zu sich selber sein finde ich.
Andere in ihrer Freiheit beschneiden liegt mir fern, aber noch ferner liegt es mir stillschweigend zuzusehen wie eine Gesellschaft offensichtlich vergiftet wird und das ganze noch mit "hippen" Werbungen beworben wird die kein Produkt - nein ein "Lifestyle" verkaufen wollen! Unter dem Deckmantel des Genusses.

Dinge von denen Ich keine Ahnung habe? Ich war selber lang genug Nikotin bzw. Zigaretten-Süchtig und habe mir auch eingeredet, dass ich rauche, weil ich es ja "so sehr genieße"....Realität war aber, dass ich rauchte aus SUCHT und zu nicht unerheblichen Teilen aus "der Macht der Gewohnheit" (nach dem Essen muss man erstmal eine rauchen; Auf die Bahn warten? Erstmal eine rauchen! Pause? Sofort eine rauchen, man weiß ja nicht wann man die nächste qualmen kann)
Ein Blick unter "Zusatzstoffe Zigaretten" in Google lässt einen grübeln, ob man nach Zigaretten-Zusatzstoffen gesucht hat, oder nach einer Anleitung eine Bombe zu bauen! Zum x-ten mal es geht mir nicht um Zigaretten per se, sondern um das, was mann heute noch "Tabak"-Zigarette nennt und die Beziehung der Menschen zu selbigen.
Zuletzt geändert von DenizBeck am 14.04.2017 12:27, insgesamt 1-mal geändert.
Die Zigarette ist der lieblose Quickie, die Zigarre die aufregende Affäre, die Pfeife die bleibende, ewige, wahre Liebe
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Re: Pfeife rauchen und Beruf

Beitragvon Maigret » 14.04.2017 12:24

Hallo Deniz,
DenizBeck hat geschrieben:
€: @Maigret: Ich weiß nicht warum du - und einige andere - sich so darauf eingeschossen haben ich würde anderen etwas verbieten wollen? ....
.

ganz einfach:
DenizBeck hat geschrieben:.... Zigaretten sollte man nur noch verbieten
Grüße,

Deniz

Du hast es doch selber geschrieben.

Selbstverständlich kannst Du Deine Meinung frei äußern. Nur sollte es Dich nicht wundern, wenn Dir hier daraufhin der Wind "etwas stärker" ins Gesicht bläst. Merke: spiele nie den Cowboy in einer Bar voller Indianer (M. Rourke zu Don Johnson in: Harley Davidson und der Marlboroman)
Wenn Du alles verbieten möchtest, was Dir aufstößt, dann hast Du viel zu tun. Aber vielleicht ändert sich im Laufe Deines Lebens diese fundamentalistische Ansicht dahingehend, dass Du irgendwann einsehen wirst, dass es unterschiedliche Menschen gibt, die alle ihre eigenen Vorlieben haben, ihr Steckenpferd pflegen und die Dich genauso wenig verstehen, wie Du sie.

Gruß Jens
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung von Leuten, die die Welt nicht angeschaut haben (Alexander v. Humboldt)
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Re: Pfeife rauchen und Beruf

Beitragvon slaintje71 » 14.04.2017 12:34

Lieber Deniz

DenizBeck hat geschrieben:Niemand der nicht Nikotin SÜCHTIG ist, würde sich ernsthaft eine Kippe anzünden, des Geschmackes wegen.....


Doch: ICH!

Ich habe während ca. 12 Jahren Zigaretten geraucht, genau drei Stück täglich: die erste nach dem Mittagessen zum Kaffee, die zweite in der Nachmittagspause zum Kaffee, die dritte nach dem Abendessen. Es waren Selbstgedrehte mit einem Tabak, der mir sehr schmeckte. Ich habe jede dieser Zigaretten des Geschmackes wegen genossen!

Du kritisierst die Sucht an sich, nicht ein Produkt. Wie sinnvoll ist denn ein Verbot, das lautet: "Du darfst nicht süchtig sein!"?

Liebe Grüsse
Thomas
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