Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Rund um das Pfeiferauchen

Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon slaintje71 » 15.04.2017 10:02

Liebe Pfeifenfreunde
Ich rauche verhältnismässig wenig: zwischen 3 und 7 Pfeifen wöchentlich. Zurzeit habe ich rund 16 Tabake offen, aber nur ca. 8 Pfeifen im Betrieb (ich habe doch einige Pfeifen, die mir einfach nicht schmecken wollen, und die dienen nur noch als Zierde).
Selbstverständlich versuche ich, arge Crossovers zu vermeiden und habe die Tabake wie folgt auf die Pipen aufgeteilt: teilen müssen sich je eine Pipe
2 verschiedene Latakia-Blends
2 verschiedene VaPer
1 Danish-Mixture (übrigens "Rosaria" von Tabakgourmet Bern: die seit Jahrzehnten aller-allerbeste dänische Mischung, die ich kenne. Wer in Bern ist: KAUFEN!)
Ennderdale Flake
MB Golden Blend
MB Mixture
div. reine VA

So, nun meine Frage: wie krass handhabt Ihr den Grundsatz, jeder regelmässig gerauchten Mixture eine Pfeife zu reservieren? Oder anders ausgedrückt: würdet Ihr gerade unter den naturnahen Tabaken dazu anraten, den Grundsatz einzuhalten, oder können sich z. Bsp. süsse VAs, MB Dark Twist und MB Golden Blend problemlos eine Pipe teilen?

Liebe Grüsse
Thomas, der sich grade vor dem Arbeiten drückt und stattdessen hier schmökert.
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Franz Kafka
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon getz » 15.04.2017 14:39

Servus Thomas,
da ich keine Aromaten rauche - allenfalls ganz leicht aromatisierte - rauche, gibt es für mich nur 2 Einteilungen. Latakia und ohne Latakia, wobei ich bei ca 150 Pfeifen manchmal nicht mehr weiß welchem Tabak ich die ein oder andere Pfeife "gewidmet" habe. Das merke ich manchmal beim rauchen, manchmal nicht. Muß nicht unbedingt negativ sein. Mancher Oriental oder VA/Pe kommt ganz gut aus einer Latakiapfeife. Bei meinen Meerschaumpfeifen ist es vollkommen egal was vorher drin war.
Gruß
Stephan (der heute auch nicht arbeiten will
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon oldfashioned » 15.04.2017 16:50

Hallo Thomas,
meine Pfeifen sind in "Gruppen" eingeteilt: Englische Mixtures (mit mehr oder weniger Latakia drin) rauche ich ausschließlich in ganz bestimmten Pfeifen, Mac Baren "halbstarke Aromaten" und auch englische VA-Flakes in einer anderen Gruppe von Pfeifen und dann gibts noch einige Pfeifen, mit denen das restliche Spektrum der für mich möglichen Pfeifentabake (doch der eine oder andere sonstige Aromat) geraucht wird. Bei ca. 70 - 80 Pfeifen gibt es m.E. keine Chance für die manchmal empfohlene "ein Tabak-eine Pfeife"-policy.
Auch in Deinem Fall rate ich dazu, keine allzu strenge Ausschließlichkeit anzustreben: Bei meinen "englischen" Pfeifen kommt es für mich nicht zum Crossover, wenn in der einen Woche Dunhill 965, und in der nächsten Woche dann "Bankers" aus der gleichen Pfeife geraucht wird.
Beste Grüße
Paul
Jeder Mensch ist ein Kritiker: Laßt tausend Nörgler sprechen (Tom Vanderbilt: "Geschmack")
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon Pilzkopf » 15.04.2017 19:27

Hallo Thomas,

auch wenn ich nicht soviele Pfeifen wie Stephan habe, halte ich es so wie er. Mir würde eine so strenge Zuordnung von Pfeifen und Tabaken wahrscheinlich auf die Dauer auch die Lust am Pfeiferauchen verderben. Denn ich entscheide meistens vor dem Regal nach dem Gefühl, welche Pfeife heute zu welchem Tabak "passen" könnte - oder umgekehrt. Will sagen: Häufiger habe ich Lust auf eine noch nicht ausprobierte Kombination. (Manchmal bleibt eine Zuordnung auch für einige Zeit konstant, wenn mir ein Tabak aus einer Pfeife besonders gut geschmeckt hat. Das endet aber spätestens, wenn die entsprechende Dose leer ist.) Da ich mich normalerweise erinnern kann, welchen Tabak ich aus einer Pfeife zuletzt geraucht habe, fließt das mit in die Entscheidung ein. Und wenn ich mich nicht erinnern kann, ist es gewöhnlich so lange her, daß das Aroma des letzten Tabaks verflogen ist.

Gruß, Jan
Ein Königreich für ein gutes Zitat...
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon pipediver » 15.04.2017 20:42

Hallo Thomas,
Auch bei mir: Latakia vs non-Latakia. Dann noch mal Flake-Pfeifen.
Gruss
Martin
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon G.S » 16.04.2017 20:32

Guten Abend Thomas,

ich unterteile die Tabak/Pfeifenkombination grob in die 3 Grundrichtungen;
-->sog. Engländer, alles mit mehr oder weniger Latakia
-->Normale Aromaten der Dänischen Richtung
-->die goldene Mitte VA/VA Perique, auch Burley, Kentucky Mischungen und sehr dezent aromatisierte Tabake

Spezialitäten wie Essig/Ketchup (Mc Clelland u.Ä.) oder Enerdale bekommen eigene Pfeifen.

Damit kommt man ganz gut hin und komplizierter wird es dann von selbst. :?

LG
Gerd
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon Hans-Jürgen Rieger » 17.04.2017 12:42

Hallo Thomas, Frohe Ostern P&T,

slaintje71 hat geschrieben:
So, nun meine Frage: wie krass handhabt Ihr den Grundsatz, jeder regelmässig gerauchten Mixture eine Pfeife zu reservieren? Oder anders ausgedrückt: würdet Ihr gerade unter den naturnahen Tabaken dazu anraten, den Grundsatz einzuhalten, oder können sich z. Bsp. süsse VAs, MB Dark Twist und MB Golden Blend problemlos eine Pipe teilen?



ich oute mich mal als Anwender des "ein Tabak je Pfeife"-Grundsatzes. Trotzdem würde ich daraus kein Gesetz oder Dogma machen.
Seit einigen Jahren habe ich mit dem Glengarry, dem Bright CR, dem FV-Plug, dem Ennerdale, dem HOTW, dem Marlin, dem Schilde No. 4, dem Oxenfisl, den Navy Rolls, dem McClelland No. 22 und dem Russ Oulette Rolandos Own Stammtabake, die in ständiger Rotation in jeweils extra 5 bis 15 dafür vorgesehenen und auch damit eingerauchten Pfeifen geraucht werden. Für Latakia bzw. Orient Mischungen gibt es noch einmal die gleiche Anzahl an dafür reservierten Pfeifen. Da ich für diese Richtung allerdings keinen Stammtabak habe, gibt es hier keine monogame Zuordnung. Neue Tabake werden in Meerschaumpfeifen probiert. Falls mir ein neuer Tabak so gut gefällt, daß er dauerhaft in die Tabakbar aufgenommen wird, gibt es einen Grund für Neuanschaffungen.
Ableger bzw. Clones wie z.B. Escudo bei den Navy Rolls oder Orlik Golden Sliced beim Schilde No. 4 werden in den gleichen Pfeifen wie die Stammtabake geraucht.

Viele Grüsse
Hans-Jürgen

"The difference between men and boys is the price of their toys" ;-)
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon Manni-wan » 18.04.2017 19:49

Hallo die Runde,

ich handhabe es genau so wie Hajü, habe meine 11 Stammtabake und als Zwölftes Latakia/Orient :mrgreen:
Alle 12 "Richtungen" haben ihre Stammpfeifen - neue Tabake probiere ich in Meerschaums
oder zum Einrauchen neuer Pfeifen (so kann man auch eine Sixten mit Blaubeertabak einrauchen, zumal wenn sie für Ennerdale später vorgesehen ist :wink: ).

Beste Grüße - Manni
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon Ch. Demian » 18.04.2017 21:03

Hi P und Hej T,

da ich es so mache, dass es zwischen der Gerd-Methode und der Ha-Jue/Manni-Handhabung
liegt, scheint es ein daft-Erbe zu sein :oops: Allerdings glaube ich nicht, dass man allzu gestrenge
sein muß. Wenn man nicht gerade die fiesen Un-Kräuter mag (Indigo, oder wie dieser Mist hieß)
muß man bei normalen Reinigungsgewohnheiten keine allzu großen Bedenken haben. Man be-
kommt noch so krasse Prägung aus seinen Pfeifen raus - mit wirklich wenigen Ausnahmen.

Eine Sixten (hätte ich eine) würde ich nicht mal in der Nähe eines Blaubertabaks liegen
lassen ;-) Selbst wenn ich vor hätte sie mit Ennerdale für alle Zeiten unbrauchbar
zu machen...

Vielleicht sollte man eine Liste der Kräuter machen, die eigentlich lebenslang in pfeifen-
technische Quarantäne gehören (sofern man sie überhaupt rauchen muß). Mir war von 'ner
Probe RB Plug (jemand mochte mich offensichtlich nicht) mal einen Krümel in eine nagelneue
schneeweiße Tastatur von Apple unbemerkt reingefallen. Was habe ich das tote Eichhörnchen,
das man so deutlich roch, gesucht. Wollte schon die Tastatur reklamieren. Also Indigo, Rb Plug
und Ennerdale gehören in Separation - aber sonst? Der Nonnen-Mief verträgt sich eigentlich
mit allem. Condor-Flake ist etwas "nachhaltiger" als nötig. Die Latakia vs. "reine" VAs-Tren-
nung ist natürlich sinnvoll, da querbeet rauchen, beiden die Nuancen raubt. Aber ein
Tabak pro Pfeife - wer auch immer das in die Welt brachte - ist übertrieben. Es sei
denn man ist wirklich in der Lage die Südhang-Lage des Malawi im Dark Flake
zu schmecken (hat mir mal jemand erzählt) - ja dann, dann sollte man
die Sache mit nur einem Tabak per Pfeife strengstens einhalten.

Aber wer kann das schon rausschmecken?

@Thomas

Du meinst bestimmt nicht "Je Tabak eine Pfeife" sondern "Je Pfeife nur ein Tabak"?

LG

Chris
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Re: Je Tabak eine Pfeife: wie konsequent macht ihr das?

Beitragvon Manni-wan » 18.04.2017 21:22

N`Abend allerseits.

Ch. Demian hat geschrieben:daft-Erbe


Ch. Demian hat geschrieben:Indigo


:mrgreen: In den See, In den See ! :evil:

Chris, Du hast ja recht, "eigene" Pfeifen brauchen nur solche prägenden Tabake !

RB (habe ich auch so meine Erfahrungen :( ), Ennerdale, Latakia , VA/Per, der "unaussprechliche Jehova-Aromat" ...
Ich trenne aber auch gerade die Aromaten gerne in die groben Geschmacksrichtungen.

Ich habe eben mehr Pfeifen als Lieblingstabaksorten - das ist wahrscheinlich das daft-Erbe :oops:

Beste Grüße - Manni
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