Lebensdauer Pfeife

Rund um das Pfeiferauchen

Lebensdauer Pfeife

Beitragvon hampi21 » 24.05.2017 12:22

Hallo liebe Mitpfeifende,

es gibt ja im Internet immer wieder die unterschiedlichsten Thesen über die Lebensdauer von Pfeifen, aber so richtig konkretes findet man nicht.
Mich (und hoffentlich auch andere) würde mal interessieren, an was Eure Pfeifen denn gestorben sind ?

Ich fange mal an:

- 1x AP Donovan Ebenholz: nach max. 10x Rauchen entsorgt, weil grausigen Geschmack von Einrauchpaste
- 1x Aldo Velani: Durchbrenner nach ca. 50x Rauchen (1,5 Jahre) an der Seite, kann aber meiner Unerfahrenheit gelegen haben
- 1x Maiskolbenpfeife: Auf einem Festival aus dem Mund gefallen --> kaputt
- 1x Angelo Pfeife aus dem Amazon-Starterset (1,5 Jahre): habe ich noch, schmeckt aber nach einem Jahr grausig und es ist Ihr auch nicht mit mehrfacher Salz-Alkohol-Methode beizukommen, geht bald den Weg allen irdischen, hat keine Durchbrenner (mein erstes Testobjekt und nur leichte Macken im Lack)
- 1x Vauen-Estate Pfeife: Holmbruch

ich habe noch 1 Savinelli 315, 1 Vauen Interstyle 034 und 4 Peter Lehmann-Pfeifen (Olive, Mooreiche und Bruyere), die schmecken und sehen aus wie neu. Diese sind etliche Male geraucht worden und zeigen außer leichtem Cake null Verschleiß; nicht, daß mich jemand von Euch für einen Hardcore-Hardwarezerstörer hält.

habt Ihr ähnlichen Verschleiß bzw. auf welche Weise sind die bei Euch gegangen und nach welcher Zeit. Es ist auch eindeutig zu erkennen, daß billige Pfeifen definitiv eher über den Deister gehen als teure, es sei denn man ist selbst durch Blödheit beteiligt (Siehe Maiskolbenpfeife...).

Ich freue mich auf Eure Antworten

Manuel
hampi21
 
Beiträge: 12
Registriert: 09.02.2016 16:22

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon DenizBeck » 24.05.2017 12:55

O_O

Ne, den Verschleiß an Pfeifen finde ich schon ungewöhnlich. Ich rauche meine Corn Cob seit über 6 Monaten und die schmeckt noch 1a (reinige aber nach jedem rauche mit 2-3 Reinigern die Kanäle). Auch meine erste Pfeife hat zwar paar "Risse" im Lack (soll wohl von zu heißem rauchen gepaart mit mittelmäßiger Holzqualität in der Anfangsphase gekommen sein).

Mhm...einerseits würde ich sagen "vorsichtiger sein", aber ich denke du machst das ja nicht mit Absicht.
Reinigst du deine Pfeifen nach dem Rauchen nicht? Die meisten scheinen ja muffig geschmeckt zu haben. Oder packst du die nach dem Rauchen luftdicht weg, oder sowas? Ich empfehle dir mit Pfeifenreinigern nicht zu geizen, ich benutze mind. 2 eher 3-4 mal auch 5 Reinigern nach jeder Füllung, egal ob Corn Cob, Ton, oder Bruyere. Auch kannst du entweder mit einem Taschentusch, oder einem 1 mal in der Mitte geknickten Reiniger den Pfeifenkopf auswischen, das nimmt Kondensat weg und verhindert auch in Teilen muffige Gerüche. Ansonsten regelmäßig Cake entfernen und Alk&Salz wenn Bedarf besteht.

Wenn es das alles nicht ist, bin ich auch leider raus! Aber viel Erfolg und mehr Glück mit den nächsten Pfeifen wünsche ich dir!


Grüße,

Deniz
Die Zigarette ist der lieblose Quickie, die Zigarre die aufregende Affäre, die Pfeife die bleibende, ewige, wahre Liebe
- Holmer Knudsen
Benutzeravatar
DenizBeck
 
Beiträge: 91
Registriert: 04.02.2017 13:16

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon hampi21 » 24.05.2017 15:36

Hallo Deniz,

also reinigen tue ich die schon sehr genau und spare nicht mit Reinigern. Die CornCob ist einfach bei Fall zerbrochen (mein Fehler); die AP Donovan hat eine Gummiartige Einrauchpaste, die war einfach nicht rauchbar, der Durchbrenner geht entweder auf einen Fehler im Holz oder auf mich und die Angelo ist einfach eine Billigpfeife, bei der ich mir noch nicht mal sicher bin, ob die aus Briar ist. Der Hol war schon angeknackt. Mich würde nur mal interessieren, an was Pfeifen noch krepieren. Damit haben wir zum einen die mechanische Zerstörung durch Verschleiß am Holm, Holz oder Fall oder die geschmackliche durch Holz oder Versotterung. Gibt es noch mehr ?

Manuel
hampi21
 
Beiträge: 12
Registriert: 09.02.2016 16:22

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon Pipensmöker » 24.05.2017 20:53

Hallo Manuel,

bei korrektem Gebrauch halten Pfeifen über Generationen.
Defekte Pfeifen (Einbrenner, Mundstückdefekte, etc.) kann man reparieren. Allerdings muss man bei Einbrennern sofort handeln, also die Pfeife nicht mehr weiterrauchen.
Bei stinkender Einrauchpaste, kann man diese herausschleifen und die Pfeife entweder so einrauchen oder die Einrauchpaste selbst herstellen und in den Pfeifenkopf einbringen.
Wenn die Pfeife müffelt: Komplett räumen (also mit dem Reamer auskratzen) und die Salz-Alk-Methode (ggf. mehrmals!) anwenden. Grobe Verschmutzungen (gerade in der Holmbohrung) kann man auch gut mechanisch (ich benutze sog. "scharfe Löffel", die es in unterschiedlichen Größen gibt) reinigen.

Wenn trotz all diesen Bemühungen die Pfeife trotzdem nicht schmecken will, sollte man sie verschenken oder kann sie ggf. verkaufen. Einem anderen Pfeifenraucher kann sie dann vielleicht größten Genuss bereiten.
Es gibt nämlich ein Phänomen, das ich mir bis heute nicht erklären kann: Dem einen schmeckt eine bestimmte Pfeife überhaupt nicht, während die selbe Pfeife einem anderen grandiose Raucherlebnisse liefert.
Im Laufe der Zeit habe ich für mich herausgefunden, welche Pfeifen(-formen/-fabrikate) für mich super sind und welche ich lieber meide.

...und mit einem weiteren Vorurteil muss ich hier auch noch aufräumen: Billig ist nicht gleich schlecht und teuer ist nicht gleich gut!
Ich habe auf der einen Seite sog. "Grabbeltischpfeifen" (u.a. mehrere Angelo-Pfeifen (und ja, die sind aus Bruyere!)), die mir seit Jahren tolle Rauchoper liefern und anderseits wertvolle Handmades, die bei mir im Schrank verstauben, weil wir einfach nicht miteinander warm werden (da ich sie allerdings optisch schön finde, behalte ich sie trotzdem und rauche sie alle Jubeljahre einmal).

Viele Grüße

Durmus
„Wenn ich im Himmel nicht rauchen darf, gehe ich nicht hin.“ (Mark Twain)

Mitglied des Tabakskollegiums Heidelberg und des Tabakskollegiums Hirschhorn/Eberbach
Member of the famous "Pipe Club of Heidelberg" and "Pipe Club of Hirschhorn/Eberbach"
Benutzeravatar
Pipensmöker
 
Beiträge: 1932
Registriert: 09.06.2008 16:03
Wohnort: Eberbach (am Neckar)

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon Ch. Demian » 24.05.2017 23:09

Hallo Manuel,

hampi21 hat geschrieben: 1x AP Donovan Ebenholz: nach max. 10x Rauchen entsorgt, weil grausigen Geschmack von Einrauchpaste


Das mit der Paste ist eigentlich egal, denn es sind keine Pfeifen im eigentlichen Sinn. Es ist eine erfundene "Marke" um
Leute abzuzocken. Diese Pfeifen kosten im Einkauf 30 Dollar für 25 Stück. So "netto" einkaufend, glaubt so mancher er
könnte bei einem Preis von 99 Euro für 3 Stück (bin diesem Fake-Herrenausstatter) oder 14.90 bei amazon, richtiger
Pfeifen-Millionär werden. Es sind im eigentlichen Sinn Imitate. Jede echte Pfeife von eBay, die irgendwo in einem
Keller seit den 70ern lungerte (man findet relativ häufig ungerauchte Jeantet, BC, Grace etc.) ist eine 1000 x
bessere Pfeife als diese Fakes.

hampi21 hat geschrieben: 1x Aldo Velani: Durchbrenner nach ca. 50x Rauchen (1,5 Jahre) an der Seite, kann aber meiner Unerfahrenheit gelegen haben


Kann man so nicht sagen - auch das sind eher mäßige Dinger. Du mußt dir vorstellen, Barontini hat eine Billigmarke (oder
einige davon) und macht noch eine weitere (!) hinzu um den Ausschuß der ersten "zweitzuverwerten". Da werden wir nicht
eruieren können, ob es an dir lag, oder einem Fehler in der Pfeife. 50 x in 1.5 Jahren ist allerdings eher normal - keine Über-
beanspruchung.

hampi21 hat geschrieben: 1x Maiskolbenpfeife: Auf einem Festival aus dem Mund gefallen --> kaputt


Kann ja der Mais nix für... Oder Bon Jovi ;-) Dennoch sind auch dies eher Look-alike-Pfeifen. Leidliche Nachahmung der
Funktion einer echten Pfeife. Sie "funktionieren" in einem gewissen Sinn, aber das tut das Auto von Fred Feuerstein
auch, und dennoch ist es kein echtes Autofahren...

hampi21 hat geschrieben: 1x Angelo Pfeife aus dem Amazon-Starterset (1,5 Jahre): habe ich noch, schmeckt aber nach einem Jahr grausig ...
leichte Macken im Lack


hampi21 hat geschrieben: 1x Vauen-Estate Pfeife: Holmbruch


Glückwunsch! Das wird wohl eine echte Pfeife sein. Jedenfalls hat Vauen einen merklichen Anteil an echten Pfeifen
im Sortiment (aber natürlich nicht nur). Auf wessen Konto der Holmbruch geht, wissen wir nicht? Van Halen bei einem
anderen Festival? So oder so, hier standen die Chancen besser, als bei den Vorgängern.

hampi21 hat geschrieben: ich habe noch 1 Savinelli 315, 1 Vauen Interstyle 034 und 4 Peter Lehmann-Pfeifen (Olive, Mooreiche und Bruyere)


Und siehe da, es gibt sie doch, die echten Pfeifen. Und selbst wenn du hier nicht eben Beispiele aus der Krone der Pfeifenschöpfung nennst,
sind so gewaltige Unterschiede zu den Vorgenannten zu bemerken! Ich habe - um mal ein bisschen die Seriebpfeife und Low-Grade zu
loben - bisher kaum jemanden erlebt, der nicht mit der 315 von Savinelli zu recht kam. Noch besser ist die 320 - so gutmütig und quasi
Pfeiferauchen förmlich lehrend, kann kaum eine Pfeife sein.

Ich kann keine praktischen Beispiele aus dem Leben herbeizitieren, weil ich nicht so der Verschleißer bin, aber deine Grundbeobachtung
stimmt. Aus trivialen Gründen (für 2.33 kann man keine Pfeife fertigen) zwar, aber dennoch offenbar zutreffend.

@ Durmus. Ich höre das immer wieder (ich weiß nicht, ob du es bist, der es häufig erzählt :? Ich nehme an, das sind Beispiele für die
unerwarteten Fälle? Es wird unter den Handmades auch was gut rauchbares dabei? Oder ist es die grundsätzliche Einteilung "gute
Grabbeltisch-Smoker" und auf der anderen Seite die wertvollen Handmades, die sich hundsmiserabel rauchen? Das kann ich kaum
glauben. Und tue es auch nicht.

LG

Chris
Benutzeravatar
Ch. Demian
 
Beiträge: 771
Registriert: 06.12.2005 02:08

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon Pipensmöker » 24.05.2017 23:40

Hallo Chris,

Ch. Demian hat geschrieben:@ Durmus. Ich höre das immer wieder (ich weiß nicht, ob du es bist, der es häufig erzählt :? Ich nehme an, das sind Beispiele für die
unerwarteten Fälle? Es wird unter den Handmades auch was gut rauchbares dabei? Oder ist es die grundsätzliche Einteilung "gute
Grabbeltisch-Smoker" und auf der anderen Seite die wertvollen Handmades, die sich hundsmiserabel rauchen? Das kann ich kaum
glauben. Und tue es auch nicht.

LG

Chris


Ich kann Deinen Text jetzt nicht ganz genau interpretieren, da scheinbar Satzteile fehlen oder verschoben sind.
Mir scheint jedoch, dass Du meine Aussage unfairerweise etwas verdrehst.

Was ich sagen wollte, ist, dass ein hoher Pfeifenpreis kein Garant für die Rauch(!!!)-Qualität einer Pfeife ist, auch wenn sie hervorragend gearbeitet ist und wunderschön aussieht.

Oder um es einmal ganz klar auf den Punkt zu bringen: Ich halte absolut gar nichts von Pfeifensnobismus! :?

Wenn irgendein Angehöriger des (selbsternannten) Pfeifenraucheradels mit seinem elitären Gehabe meint, dass "echtes" Pfeiferauchen nur aus filterlosen Highgrade-Handmades, Dunhills oder dergleichen möglich sei, dreht sich mir der Magen um!

Viele Grüße

Durmus
„Wenn ich im Himmel nicht rauchen darf, gehe ich nicht hin.“ (Mark Twain)

Mitglied des Tabakskollegiums Heidelberg und des Tabakskollegiums Hirschhorn/Eberbach
Member of the famous "Pipe Club of Heidelberg" and "Pipe Club of Hirschhorn/Eberbach"
Benutzeravatar
Pipensmöker
 
Beiträge: 1932
Registriert: 09.06.2008 16:03
Wohnort: Eberbach (am Neckar)

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon Ch. Demian » 25.05.2017 00:58

Hej Durmus, P&T,

Pipensmöker hat geschrieben:
Ich kann Deinen Text jetzt nicht ganz genau interpretieren, da scheinbar Satzteile fehlen oder verschoben sind.
Mir scheint jedoch, dass Du meine Aussage unfairerweise etwas verdrehst.



Stimmt, da habe ich beim Edit, etwas zerstückelt. Aber unfair? Also hier nochmal die Frage:

Ich nehme an, das sind Beispiele für die unerwarteten Fälle? Es wird unter deinen Handmades auch was gut rauchbares
dabei sein? Oder ist es die grundsätzliche Einteilung: hier "gute Grabbeltisch-Smoker" auf der einen Seite. Dort die
wertvollen Handmades, die sich hundsmiserabel rauchen auf der anderen?


Pipensmöker hat geschrieben:
Was ich sagen wollte, ist, dass ein hoher Pfeifenpreis kein Garant für die Rauch(!!!)-Qualität einer Pfeife ist, auch wenn
sie hervorragend gearbeitet ist und wunderschön aussieht.



Na, das weiß ich nicht. Die Ausfälle unter den hochpreisigen Pfeifen sind doch eher eine Ausnahme. Unter AP Donovan
(ist das nicht eigentlich eine Fernsehserie?), ist die Ausfallquote dramatisch hoch. Wenn es mal eine mies schmeckende
Dunhill hat, erzählt man es anderen, als hätte man ein Kalb mit zwei Köfpen gesehen. Wenn ich aber höre, Ray Donovan
schmeckt nicht, denke ich mir - jo, warum sollte sie auch, ist ja nur ein Imitat einer Pfeife. Aber ich wäre nicht auf die
Idee gekommen, jetzt rücksichtslos nur Dunnies zu empfehlen. In meiner Antwort findest du namentlich eher low-grades:
Jeantet, BC, Graco.

Pipensmöker hat geschrieben:
Oder um es einmal ganz klar auf den Punkt zu bringen: Ich halte absolut gar nichts von Pfeifensnobismus! :?



Na, wer ist das schon! Ist ja recht uncool überhaupt Snob zu sein. Aber Pfeifensnobismus ist der Horror!

Pipensmöker hat geschrieben:
Wenn irgendein Angehöriger des (selbsternannten) Pfeifenraucheradels mit seinem elitären Gehabe meint, dass "echtes" Pfeiferauchen nur aus filterlosen Highgrade-Handmades, Dunhills oder dergleichen möglich sei, dreht sich mir der Magen um!



Siehst Du, da haben wir ähnliche Mägen! Bloß habe ich bisher noch nicht erlebt, dass jemand dieses "Gehabe" an den Tag legt. Tut es
jemand tatsächlich - ich habe bisher nur einen einzigen Proll gesehen, der erzählte, aller unterhalb der Blech-Pfeife von Porsche-Design,
schmeckte ihm uncool.

Pipensmöker hat geschrieben:
Wenn irgendein Angehöriger des (selbsternannten) Pfeifenraucheradels mit seinem elitären...



Siehst Du, dass dachte ich mir. Bloß mit dieser Spezies, ist es so ähnlich wie mit dem Yeti. Viel wird darüber geredet, gesehen hat es
noch keiner. Mit anderen Worten - zeig mir den Yeti und ich gründe mit dir sofort die Liga zur Verteidigung des Pfeiferauchens gegen
elitäres Gehabe selbsternannten Pfeifenadels
(kurz LzVdPGeGsP).

VG

Chris - wollte alles andere als unfair sein...
Benutzeravatar
Ch. Demian
 
Beiträge: 771
Registriert: 06.12.2005 02:08

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon Pipensmöker » 25.05.2017 09:50

Hallo Chris,

Ch. Demian hat geschrieben:Siehst Du, dass dachte ich mir. Bloß mit dieser Spezies, ist es so ähnlich wie mit dem Yeti. Viel wird darüber geredet, gesehen hat es
noch keiner. Mit anderen Worten - zeig mir den Yeti und ich gründe mit dir sofort die Liga zur Verteidigung des Pfeiferauchens gegen
elitäres Gehabe selbsternannten Pfeifenadels
(kurz LzVdPGeGsP)


Ich habe schon eine ganze Reihe von diesen Exemplaren kennengelernt und da bin ich sicherlich nicht der Einzige...aber das kannst Du jetzt wahrscheinlich auch wieder " kaum glauben und tust es auch nicht"...

...und eine Frage noch, lieber Chris: Warum bist Du eigentlich immer so notorisch auf Krawall gebürstet? Ist es denn unbedingt immer und überall notwendig, sofort mit der Keule drauflos zu dreschen?

Viele Grüße

Durmus
„Wenn ich im Himmel nicht rauchen darf, gehe ich nicht hin.“ (Mark Twain)

Mitglied des Tabakskollegiums Heidelberg und des Tabakskollegiums Hirschhorn/Eberbach
Member of the famous "Pipe Club of Heidelberg" and "Pipe Club of Hirschhorn/Eberbach"
Benutzeravatar
Pipensmöker
 
Beiträge: 1932
Registriert: 09.06.2008 16:03
Wohnort: Eberbach (am Neckar)

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon FAx » 25.05.2017 12:11

Pipensmöker hat geschrieben:
Ch. Demian hat geschrieben:Siehst Du, dass dachte ich mir. Bloß mit dieser Spezies, ist es so ähnlich wie mit dem Yeti. Viel wird darüber geredet, gesehen hat es
noch keiner. Mit anderen Worten - zeig mir den Yeti und ich gründe mit dir sofort die Liga zur Verteidigung des Pfeiferauchens gegen
elitäres Gehabe selbsternannten Pfeifenadels
(kurz LzVdPGeGsP)


Ich habe schon eine ganze Reihe von diesen Exemplaren kennengelernt und da bin ich sicherlich nicht der Einzige...aber das kannst Du jetzt wahrscheinlich auch wieder " kaum glauben und tust es auch nicht"...

...und eine Frage noch, lieber Chris: Warum bist Du eigentlich immer so notorisch auf Krawall gebürstet? Ist es denn unbedingt immer und überall notwendig, sofort mit der Keule drauflos zu dreschen?



Hi P&T, Chris und

...Durmus: ich tippe gerade anläßlich eines anderen Threads an einem kurzen Beitrag zur manchmal überrraschend dynamischen Entwicklung von Forenthreads...

Den Krawall sehe ich hier gar nicht. Nur den Versuch, auszuloten, bei welchen pipologischen Narrativen es sich möglicherweise um Legenden handeln könnte...

Zu den versnobten Yetis: ich bin im Laufe der Jahre schon vielen Rauchern begegnet, die sich auf bestimmte Hersteller, Pfeifenformen, Designlinien, Maserungsbilder oder auch Preislimits (nach oben wie nach unten) festgelegt haben. Ich kann mich aber echt nicht dran erinnern, dass auch nur ein einziger mal mir gegenüber explizit geäußert hätte, nur Pfeifen seines eigenen Beuteschemas seien rauchbar, alles andere sei Schrott (...oder so ähnlich...). Besitzerstolz: klar, den gibt es in allen Kategorien, und den finde ich normal. Aber echten Snobismus? Ich weiß nicht, der ist mir in Reinform eher noch nicht begegnet. Die Geschichte allerdings, da pflichte ich Chris bei, habe ich schon unzählige Male gehört. Allerdings nie bezogen auf ein konkretes Exemplar der Yetipopulation, sondern stets in der Form von "Es gibt sie, und sie sind überall!".

Ich find das, nebenbei, keine Korinthenkackerei, wenn einer versucht abzuschätzen bzw. zu hinterfragen, wieviel eigentlich hinter diesen Geschichten steckt, die immer wieder auftauchen, in leicht abgewandelter Form. Das ist schon interessant, denn solche Geschichten (ob nun wahr, nicht wahr oder halbwahr) prägen ja schließlich in nicht unerheblichem Maß das Bild der "Pfeifenrauchergemeinschaft". Ein bißchen Hinterfragen ist da nicht verkehrt. Z.B. diese Geschichte mit der Pfeife, die dem Einen nur Verdruß bringt, dem nächsten Besitzer aber höchste Befriedigung beschert, ist so präsent, dass man glauben könnte, es ereigne sich sowas quasi täglich, ständig und überall. Tatsächlich kenne ich aber nur einen einzigen Menschen, der mir das mal ganz konkret als persönlich so erlebt erzählte. Und auch diesem war es in seiner jahrelangen Karriere als Pfeifenraucher nur ein einiges Mal geschehen (wobei ich es gerade hierbei für wahrscheinlich halte, dass es relativ oft geschieht, weil die Leute nun mal echt unterschiedlich rauchen). Ich erinnere mich, dass ich diese Geschichte selber mal auf einem Forum zum Besten gegeben habe, in einem Ton, als sei es das Normalste von der Welt - obwohl ich es, wie gesagt, gerade ein einziges Mal wirklich aus erster Hand hörte! So können solche Dinge ihre Kreise ziehen und von einmaligen Erlebnissen über die Jahre zu zementierten Wahrheiten heranwachsen.

Also, des Pudels Kern: Hinterfragen und Krawall können zwar zeitlich nah beeinander liegen, sind aber zunächstmal zwei paar Schuhe, oder? :wink:

LG und schönen Vatertag, Frank
http://www.axmacher-pipes.com
„So lieb ist der liebe Gott nun auch wieder nicht, dass er dem, der keinen Inhalt hat, die Form schenkt.“
Alfred Hrdlicka
Benutzeravatar
FAx
 
Beiträge: 1180
Registriert: 18.08.2006 17:25
Wohnort: Solingen

Re: Lebensdauer Pfeife

Beitragvon getz » 25.05.2017 16:15

Servus Forum,
ich gehe auch davon aus, daß Pfeifen ewig halten. Ich rauche noch 2 Pfeifen (große Full bents), die mein Vater in den 50er Jahren gekauft und viel geraucht hat. Es sind keine großen Namen, aber solide Hausmarken von großen Pfeifenhändlern, Wally Frank und Curtis Draper. Sie rauchen sich noch hervorragend, wenn man nicht versucht, milde Virginiamischungen daraus zu rauchen. Die Pfeifen wurden immer mit stark latakiahaltigen Tabaken geraucht. Aus diesem Grund wird wohl auf lange Zeit hinaus jeder andere Tabak daraus nicht wirklich schmecken.
Durchgebrannt ist mir noch keine Pfeife. Bei einer wäre es mir fast passiert, allerdings nicht beim rauchen. Ich dachte, sie sei aus, wollte sie aber nicht räumen, sondern zuhause fertig rauchen, steckte sie in die Brusttasche meiner Jacke -das Mundstück stand oben heraus und fuhr mit dem Motorrad los. Nach 10 Min war ich zuhause und hatte eine Pfeife, die heiß war und nach verbranntem Holz roch. Über dem Zugloch hatte sich die Glut ins Holz eingefressen, ca 1,5mm tief. Ich habe sie geräumt un nach ein paar Tagen angefangen, sie wieder vorsichtig einzurauchen. Das hat hervorragend funktioniert. Seit über 25 Jahren raucht sie sich nach wie vor hervorragend
Pfeifensnobs kenne ich nicht, habe ich nie kennen gelernt.
Pfeifen, die nicht schmecken: eine von ca 150, eine Dunhill bent (eine von über 15 Dunhills; nur damit niemand glaubt, ich will jetzt auf Dunhill rumhacken). Wobei ich relativieren, muß, der Tabak aus ihr schmeckt nicht schlecht, sondern nur nicht so wirklich gut Ich gebe aber nicht auf. Vielleicht braucht sie nur den richtigen Tabak.
Gruß
Stephan
getz
 
Beiträge: 131
Registriert: 09.01.2015 02:30
Wohnort: München

Nächste

Zurück zu Grundsätzliches



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste