Welche Filter bewähren sich?

Rund um das Pfeiferauchen

Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon Pilzkopf » 09.01.2018 11:46

Maigret hat geschrieben:das ist aber kein Argument für den Filter, denn wenn Du bei einer 9mm gebohrten Pfeife den Filter einfach weg läßt, passiert gar nichts und es schadet der Pfeife auch nicht.


Hallo Jens,

das sehe ich auch so. Eine Filterpfeife hat für einen Anfänger den Vorteil, daß er mit derselben Pfeife beide Optionen hat und ausprobieren kann, was ihm mehr behagt. Mit einer filterlosen Pfeife wäre er sofort festgelegt.

Allerdings frage ich mich bis heute, ob das filterlose Rauchen aus Filterpfeifen nun einen Nachteil birgt oder nicht. Denn man liest ja immer wieder, daß sich durch den ungleichmäßigen Verlauf des Rauchkanals verstärkt Kondensat bildet. Auf Erfahrungswerte kann ich hier nicht zurückgreifen, weil ich meine Filterlosversuche immer aus normalgebohrten Pfeifen unternehme.

Gruß, Jan
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon pipe4ever » 09.01.2018 12:00

Jens,

pipe4ever hat geschrieben:
... weil die meisten der hier zu Lande verkauften Pfeifen nun mal mit 9mm Bohrung dafür vorgesehen sind...
...bis dann, mark


das ist aber kein Argument für den Filter, denn wenn Du bei einer 9mm gebohrten Pfeife den Filter einfach weg läßt, passiert gar nichts und es schadet der Pfeife auch nicht.


Das war deinerseits aus dem Kontext gerissen, ich argumentierte nicht pro Filter.

mfg, mark
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon pipe4ever » 09.01.2018 12:17

Und Jan,

ich war theoretisch deiner Meinung aber keine meiner Pfeifen mit 9mm Bohrung verhalten sich beim Rauchen ohne Filter ähnlich im Vergleich zu filterlosen Pfeifen. Wahrscheinlich hat es etwas mit Zug und Verwirbelung, auf Grunde des gesamten Aufbau an sich Tun?!

mfg, mark
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon Pilzkopf » 09.01.2018 12:32

pipe4ever hat geschrieben:ich war theoretisch deiner Meinung aber keine meiner Pfeifen mit 9mm Bohrung verhalten sich beim Rauchen ohne Filter ähnlich im Vergleich zu filterlosen Pfeifen. Wahrscheinlich hat es etwas mit Zug und Verwirbelung, auf Grunde des gesamten Aufbau an sich Tun?!


Hallo Mark,

genau das ist meine Frage, die ich selbst mangels Erfahrung nicht beantworten kann. Rein technisch wäre die leere Filterkammer vermutlich mit einer kleinen Calabashkammer zu vergleichen, in der die Verwirbelung ja auch - in diesem Fall gewollt - zu verstärkter Kondensatbildung führt. Oder läßt sich der Effekt für einen erfahrenen Filterlosraucher durch entsprechendes Rauchverhalten kompensieren?

Allerdings gäbe es zur Behebung dieses Problems eine technische Lösung, auf die auch ein Anfänger zurückgreifen kann: Adapter.

Gruß, Jan
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon pipe4ever » 09.01.2018 12:52

Jan,

Oder läßt sich der Effekt für einen erfahrenen Filterlosraucher durch entsprechendes Rauchverhalten kompensieren?


Wahrscheinlich möglich.
An dieser Stelle sei mir ein Vergleich zu Musikinstrumenten erlaubt: Es ist der Spieler, der die Töne einer Pfeife hervor bringt.

gruß, mark
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon Maigret » 09.01.2018 16:09

Hallo Mark,
pipe4ever hat geschrieben:Jens,

pipe4ever hat geschrieben:
... weil die meisten der hier zu Lande verkauften Pfeifen nun mal mit 9mm Bohrung dafür vorgesehen sind...
...bis dann, mark


das ist aber kein Argument für den Filter, denn wenn Du bei einer 9mm gebohrten Pfeife den Filter einfach weg läßt, passiert gar nichts und es schadet der Pfeife auch nicht.


Das war deinerseits aus dem Kontext gerissen, ich argumentierte nicht pro Filter.

mfg, mark

ja, Du hast nicht ganz unrecht. Kann man so sehen, ein Konjunktiv meinerseits wäre da besser gewesen.

@ Jan,
ich habe mit mehreren Fachleuten bzgl. der Problematik des filterlosen Rauchen aus 9mm gebohrten Pfeifen gesprochen, u.a. mit Ronny Wenk vom Pfyffe-Laade und mit keinem Geringeren als Rainer Barbi, und beide haben mir übereinstimmend mitgeteilt, dass es keinen Unterschied macht, Verwirbelungen hin oder her. Und aufgrund meiner Erfahrungen, nämlich dass ich seit 25 Jahren ohne Filter rauche, egal welche Bohrung, schließe ich mich dieser Meinung vorbehaltlos an.

Gruß Jens
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon Pilzkopf » 09.01.2018 20:29

Maigret hat geschrieben:ich habe mit mehreren Fachleuten bzgl. der Problematik des filterlosen Rauchen aus 9mm gebohrten Pfeifen gesprochen, u.a. mit Ronny Wenk vom Pfyffe-Laade und mit keinem Geringeren als Rainer Barbi, und beide haben mir übereinstimmend mitgeteilt, dass es keinen Unterschied macht, Verwirbelungen hin oder her. Und aufgrund meiner Erfahrungen, nämlich dass ich seit 25 Jahren ohne Filter rauche, egal welche Bohrung, schließe ich mich dieser Meinung vorbehaltlos an.


Hallo Jens,

danke für die klare Aussage. Dann sind Adapter ja im Prinzip entbehrlich.

Gruß, Jan
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon getz » 09.01.2018 23:55

Servus,
auch ich rauche meine Filterpfeifen ohne Filter und merke zu meinen filterlosen Pfeifen keinen Unterschied. Manchmal stecke ich die Balsafilter rein, wobei ich selbst bei denen so allergisch auf das geänderte Zugverhalten reagiere, daß ich immer ein bis zwei Längsrippen herausbreche. Gefiltert wird da dann natürlich nichts mehr. Aber es raucht sich etwas trockener, vor allem wenn ich beim arbeiten die Pfeife die meiste Zeit im Mund habe.
Gruß
Stephan
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon silver-spigot » 10.01.2018 00:20

Hallo Jan, Jens,

auf die Gefahr hin, die Harmonie jetzt wieder zu stören :wink: , schließe ich mich aufgrund entsprechender Erfahrungen Deiner geäußerten Theorie an.
Pilzkopf hat geschrieben:...genau das ist meine Frage, die ich selbst mangels Erfahrung nicht beantworten kann. Rein technisch wäre die leere Filterkammer vermutlich mit einer kleinen Calabashkammer zu vergleichen, in der die Verwirbelung ja auch - in diesem Fall gewollt - zu verstärkter Kondensatbildung führt. Oder läßt sich der Effekt für einen erfahrenen Filterlosraucher durch entsprechendes Rauchverhalten kompensieren?

Ich rauche schon immer, seit 34 Jahren, filterlos Pfeife und habe aus Unwissenheit anfangs ausschließlich 9mm-Pfeifen gekauft; übrigens allesamt gute Serienpfeifen (Stanwell, Peterson, Chacom, Savinelli,...) Stets hatte ich unangenehme Kondensatbildung und mangels Ratgebern (Hochrain außen vor), nahm ich die Problematik als unabwendbar hin. Die Erleuchtung kam für mich mit den ersten filterlosen Pfeifen. Plötzlich konnte ich tatsächlich "trocken" rauchen. Greife ich heute aus nostalgischen Gründen hin und wieder auf meine alten Filterpfeifen zurück, ist auch sofort wieder das Kondensatproblem da. An meiner Rauchtechnik sollte es also nicht liegen.

Ich gehe davon aus, dass bei filterlosen Pfeifen die entstehende Feuchtigkeit den Weg zurück in den Pfeifenkopf findet und dort verdampft. Auffälligerweise sind Pfeifen, deren Mundstückzapfen die Zapfenbohrung nahezu vollständig ausfüllen und dadurch einen annähernd übergangslosen Rauchkanal ausweisen, am gutmütigsten. Man sieht es auch beim Reinigen: top verarbeitete Pfeifen sind im Bereich des Zapfens regelmässig sehr viel weniger (bis überhaupt nicht) nass und verschmutzt. Filterpfeifen haben demgegenüber durch die Filterkammer eine Art Rücklaufhindernis, wodurch sich das Kondensat in der Filterkammer sammelt und die Pfeife zum Gurgeln neigt. Ich kann nicht beurteilen, ob sich tatsächlich mehr Kondensat bildet. Sicher bin ich mir jedoch, dass das Kondensat bessere Bedingungen hat, auf dem Weg zwischen Pfeifenkopf und Mundstückende zu verbleiben. Ein ähnliches Problem sehe ich übrigens im sogenannten Wassersack der Peterson Systempfeifen. Dieses Patent soll m.E. ein Problem beheben, das ohne "Patentlösung" überhaupt nicht enstehen würde. Brutale Heißraucher mal ausgeblendet.

Allerdings gäbe es zur Behebung dieses Problems eine technische Lösung, auf die auch ein Anfänger zurückgreifen kann: Adapter.

Bei den Adaptern sehe ich zwei Probleme. Sitzt der Aapter nicht richtig fest und in der Länge perfekt passend, ist keine Verbesserung erzielt. Es tritt das Problem von Spalten bzw. den oben bezeichneten Rücklaufhindernissen auf. Schließt der Adapter jedoch relativ gut ab - es gibt/gab ein Modell von Stanwell mit eingearbeitetem Gummidichtring -, bekommt man den Adapter zum gründlichen Reinigen der Pfeife kaum zerstörungsfrei wieder heraus. Für mich sind Adapter jedenfalls keine befriedigende Lösung.
Viele Grüße
Jochen
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Re: Welche Filter bewähren sich?

Beitragvon Manni-wan » 11.01.2018 17:06

Hallo Jochen,

schön erklärt (oder einfach nur: ACK :mrgreen: ).

Das Problem bei der Filterbohrung ist, dass sich zwar mehr Kondensat entwickelt, dies sich aber im Filter verfangen soll

Bei 9mm ohne Filter geraucht verbleibt ein mehr-entstandener Teil meist in der Filterkammer und gurgelt bzw fließt beim Kippen der Pfeife
entweder in den Brennraum oder wird in den Mund gezogen (wenn man dies nicht durch langsames Ziehen vermeiden kann).

Ein Adapter führt zu etwas weniger Kondensatentstehung und es hält sich in den Kapillaren zwischen Zapfeninnen und dem Adapter
- ist dann eben mehr Reinigungsaufwand...

Ohne Filterbohrung entsteht weniger Kondensat, und wenn man den richtigen "Zug" hat verteilt es sich in der Bohrung,
ein Teil fließt zurück in die Brennkammer oder wird es gar nicht daraus in den Kanal gezogen und verbrennt irgendwann beim Rauchen :mrgreen:

Summa summarum hängt es davon ab, wie stark/schnell man zieht
um das Kondensatproblem im Griff zu haben !

Beste Grüße - Manni (seit 40 Jahren Pfeifenraucher [Trump-mode aus] :wink: )
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